Skiurlaub Maria Alm

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Skiurlaub Maria Alm

Eigentlich war dieses Jahr kein Skiurlaub geplant – zu teuer und Mattis noch zu klein, um ihn auf Skier zu stellen oder im Kinderclub abgeben zu können. Aber irgendwie entwickelte sich unsere Planung dann doch anders. Die Schuld liegt eigentlich bei Freunden von uns, die ihre gemeinsame Elternzeit in Österreich verbringen wollten (er ist Österreicher) und deren Tochter ein Monat älter ist als Mattis. Uns wurde von dem schönen, familienfreundlichen Urlaubsort Maria Alm vorgeschwärmt und wir hätten die Möglichkeit mit den beiden boarden zu gehen. Viel mehr Überredungskunst brauchte es nicht, wir sind ja, was das Reisen betrifft, schnell begeisterungsfähig. Und es hat sich natürlich gelohnt!

 

An-/Abreise

Kann man einem fast einjährigen Kind eine Strecke von knapp 1000km im Auto zumuten? Ich war tatsächlich skeptisch und recherchierte nach möglichen Varianten, die für Mattis stressfreier sein sollten (Flug nach München oder Innsbruck und dann ein Mietwagen, mit der Bahn nach München …). Aber alle Alternativen waren wesentlich kostspieliger und mit dem Snowboard- und Kindergepäck wäre es tatsächlich logistisch interessant geworden. Schlussendlich sind wir tatsächlich mit dem Auto gefahren, auch weil wir auf dem Hinweg einen Zwischenstopp in Ulm bei der Verwandtschaft gemacht haben. Dadurch konnten wir den Hinweg in zwei Etappen teilen, was für Mattis wesentlich entspannter war. Im Vorwege haben wir uns noch über kinderfreundliche Raststätten informiert und konnten so unsere Pausen auch gut planen.

Der Rückweg war mit 10 Stunden schon sehr lang, aber mit geplanten Pausen, einem meist entspannten Kind und freien Straßen, war auch diese Strecke zu meistern. Hier hat uns vor allem die Raststätte an der A9, Marché Hirschberg Richtung Berlin gefallen. Sehr leckeres Essen, ein riesengroßer Spielbereich und ein Wickelraum, der keine Wünsche offen lässt.

 

Der Ort Maria Alm

Es handelt sich um ein kleines, beschauliches Örtchen im Salzburger Land. Maria Alm selbst hat ein paar Skipisten, die gerade für Anfänger und Kinder geeignet sind. Ansonsten erreicht man in drei Minuten mit dem Auto oder den Skibus die nächste Bergbahn zum großen Skigebiet Skiamadé (Region Hochkönig). Die gesamte Region ist sehr auf Kinder ausgerichtet. Es gibt zahlreiche Skischulen sowie Betreuungsmöglichkeiten. An der Mittelstation Aberg gibt es einen Bergkindergarten, der die Kleinen ab 2 Jahren betreut. Ohne Ski oder Snowboard kommt man auch nur bis zur Mittelstation. Auch die Pisten sind auf die Kleinen ausgerichtet – Parcours, Funparks und Rennstrecken mit Verkehrsregeln sind eine willkommene Abwechslung zu den normalen Pisten. Die Skipisten selbst sind sehr breit, so dass gerade die Kinder genügend Platz haben. Aber natürlich gibt es auch schwarze und rote Pisten, wenn Mama und Papa mal mehr Action wollen.

Gewohnt haben wir im Hotel Eder, welches direkt im Ortskern von Maria Alm liegt. Wir hatten Halbpension gebucht, würden dies jedoch beim nächsten Mal nicht machen, da das Abendessen ein 5-Gänge-Menü war und Mattis meistens nach einer halben Stunde schon keine Lust mehr hatte bzw. zu müde war (Abendessen begann um 18 Uhr). Hätten wir a la carte gegessen, wäre es wahrscheinlich entspannter gewesen. Für die Kinder konnte man immer ein spezielles Essen wählen (kindgerechte Mahlzeiten). Das Hotel ist sehr schön und stylisch. Vor allem der Wellnessbereich mit dem großen Schwimmbecken hat uns gefallen, da wir Mattis jeden Tag baden gehen konnten (Wassertemperatur 28 Grad), was sein Tageshighlight war. Im Allgemeinen kann man sagen, das das Hotel vielleicht etwas zu teuer ist, aber wir haben unseren Aufenthalt trotzdem sehr genossen

 

Organisation

Zum Snowboarden haben wir Mattis natürlich mit auf den Berg genommen. Im Ergobaby ging es auf den Berg. Natürlich konnte einer von uns dann nicht fahren, was uns jedoch überhaupt nichts ausgemacht hat.Die Hütte an der Mittelstation (Tischlerhütte) hatte eine tolle Sonnenterrasse und sehr freundliche Bedienungen, so dass wir mit Mattis an der frischen Luft sein konnten, während einer von uns die Pisten unsicher gemacht hat. Die Idee, dass er im Schnee spielen kann, fand er nicht so toll – vielleicht liegt es daran, dass er noch nicht laufen kann, zumindest hielt sich seine Begeisterung bei der Berührung mit Schnee in Grenzen. Da Bergluft bekanntlich müde macht, hat er die meiste Zeit auch geschlafen (oder gegessen). Einen preislichen Vorteil hatte es auch, dass immer nur einer von uns gefahren ist, da wir uns nur eine Pistenkarte holen mussten (das andere war eine Berg-/Talkarte).

 

Also ab in den Skiurlaub?

Ich würde sagen JA! Wir haben es überhaupt nicht als Hindernis empfunden, dass wir Mattis die ganze Zeit dabei hatten und dadurch weniger Snowboard fahren konnten als die letzten Jahre. Dafür konnten wir auf dem Berg in der Sonne relaxen, sind viel spazieren gegangen und sind total erholt zu Hause angekommen.

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