Krk / Kroatien

Triathlon Trainingslager Mallorca
28. April 2018

Krk / Kroatien

27.07. – 11.08.1018

Zwei Wochen Kroatien – Sonne, Strand, türkisblaues Meer und einfach nur entspannen. Mit zwei befreundeten Familien (insgesamt drei Kinder- 5 Jahre, 2,5 Jahre und 1 – inklusive Mattis) hatten wir uns ein Haus auf der wunderschönen Insel Krk gebucht. Da wir vor Ort mobil sein wollten und Gepäck mit Kinder auch mal etwas mehr sein kann, beschlossen wir, dass wir mit zwei Autos runterfahren wollten – 1375 km one way. Um den Kinder die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten, buchten wir für mich, Mama 2 und die Kinder Bahntickets bis nach München. Dadurch konnten sich die Kinder bewegen und waren nicht so lange unterwegs wie im Auto. Wir wollten abends losfahren und sollten gegen Mitternacht in München von den Autofahrern  (die schon mittags losgefahren sind) eingesammelt werden, damit die Kinder im Auto schlafen können. Soweit der Plan…

 

Eine Bahnfahrt ist nicht lustig …

Leider ging der Plan nicht auf, sondern komplett in die Hose, da auf die Deutsche Bahn nicht Verlass ist.

Problem 1: Am Hamburger Hauptbahnhof stellten wir fest, dass unser gebuchter Zug nicht auf der Abfahrtsliste stand. Auf Nachfragen bei der „überaus freundlichen und kompetenten“ Bahnmitarbeiterin, wurde uns mitgeteilt, dass der Zug seit kurzem nicht auf dieser Strecke fährt und dementsprechend ausfällt. Wir hätten uns ja mal vorab informieren müssen, ob alles planmäßig läuft – schon klar, wofür gibt es denn eine Bahn-App, wenn diese einen nicht informieren kann!!!!

Problem 2: Nun mussten wir uns natürlich eine alternative Verbindung suchen. Leider gab es nur welche, bei denen wir umsteigen mussten (hatte ich schon erwähnt, dass Mama 2 auf Krücken lief und Kind Nr.1 die Rolltreppe heruntergefallen ist, so dass sie sich das Bein verletzte und nur noch getragen werden wollte…). Natürlich hatten wir auch keine Sitzplatzreservierung für den „neuen Zug“ und mussten hoffen, dass es irgendwie klappt. Wir haben uns dann einfach ganz dreist in die erste Klasse gesetzt. Als ob dies nicht schon genug Stress für zwei Wochen gewesen wäre, durften wir noch Bekanntschaft mit einer „total netten Dame“ machen, die angeblich demnächst einen Anfall bekommen würde, wenn mein Sohn weiterhin solche Töne von sich geben würde (Töne waren in diesem Falle herzhaftes Lachen, weil er Spaß hatte)…aber wir waren ja längst noch nicht in München.

Problem 3: In Göttingen mussten wir dann umsteigen (die Männer hatten online schnell Plätze für den Anschlusszug reserviert, damit wir zumindest ein Problem weniger hatten). Aber wie sollte es anders kommen, der Anschlusszug hatte insgesamt eine Stunde Verspätung und wir saßen auf einem ausgestorbenen Bahnhof mit drei übermüdeten Kindern fest (inzwischen war es schon 21 Uhr). Als wir dann endlich im Zug saßen und unsere Plätze gefunden hatten, wollten die Kinder natürlich immer noch nicht schlafen. Doch trotz des ganzen Durcheinanders waren alle drei noch gut drauf und konnten sich gut beschäftigen. Wäre da nicht wieder so ein kinderfreundliches Exemplar gewesen…. aber dem möchte ich jetzt nicht auch noch Zeilen widmen. Da wir schon insgesamt 1,5 Stunden Verspätung hatten, beschlossen die Autofahrer uns statt in München in Ingolstadt einzusammeln.

Dort angekommen mussten wir die gerade eingeschlafenen Kinder wecken und ins Auto verfrachten. Die restlichen acht Stunden mit dem Auto verliefen im Vergleich zum Bahnchaos relativ entspannt ab. Gegen 10 Uhr am nächsten Morgen erreichten wir unser Haus.

 

Ein Traum von einem Haus

Unser angemietetes Haus war auf dem ersten Blick echt super und der Eindruck sollte sich in den nächsten zwei Wochen auch nicht ändern. Jedes erwachsene Paar hatte ein Zimmer und auch die beiden größeren Kinder konnten ein eigenes Zimmer für sich haben. Der große Pool mit dem Garten war eine Spieloase für groß und klein. Durch die komplette Eingrenzung des Grundstücks konnten die Kinder frei herum laufen und hatten jeden Tag Spaß. Tatsächlich war die Klimaanlage, die einwandfrei funktionierte, ein Segen, da es ziemlich heiß war und wir leider kaum Schatten hatten.

 

Die Insel Krk

Krk hat wirklich viel zu bieten, vor allem landschaftlich – von Olivenplantagen über Felsebenen bis hin zum Kiesstrand mit glasklarem Meer. Auch die wunderschönen kleinen Städte haben ihren Charme durch die verwinkelten Gassen, die alten „historischen“ Häuser und den gemütlichen Lifestyle der Kroaten. Durch das extrem heiße Wetter war es schwierig Ausflüge zu planen, da sich in den Städten die Hitze staute und es somit kein Vergnügen für die Kinder war. Natürlich haben wir uns trotzdem das ein oder andere angeschaut (u.a. die engste Gasse der Welt in Vrbnik), aber darauf geachtet, dass wir vormittags oder am späten Nachmittag gefahren sind.

Besonders gut gefallen hat uns der „Schlammstrand“ in Meline in derBucht Soline. Eigentlich ist der Strand für seinen Heilschlamm bekannt, aber uns hat vor allem das sehr warme Wasser (begünstigt durch die Bucht und die niedrige Tiefe) und die geringe Wassertiefe (ca.  40-50 cm über 300m) beeindruckt. Für die Kinder war es wie eine Badewanne und sie konnten unter Aufsicht auch ohne Schwimmflügel planschen. Wichtig dabei ist zu erwähnen, dass es leider keine Möglichkeit für Schattenplätze gibt.

 

Fazit und Tipps für Krk/Kroatien

Essen: Wir haben hauptsächlich selbst gekocht und gegrillt, aber natürlich sind wir auch mal essen gegangen. Das Essen in Kroatien ist teilweise sehr fleischlastig, aber auch sehr an die italienische Küche angelehnt, vor allem auf Krk. Pasta und Pizza kann man hier genauso gut essen wie in Italien.

Mobilität: Es war gut, dass wir die Autos vor Ort hatten, weil wir sonst wahrscheinlich überhaupt nicht aus dem Haus gekommen wären. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es so gut wie gar nicht und von unserem Dorf bis zum Strand oder zum Supermarkt wäre ein Fußmarsch eine Tagesaufgabe gewesen. Zudem muss man sagen, dass es auf Krk sehr bergig zugeht.

Einheimische: Die meisten Kroaten waren sehr freundlich, doch leider haben wir ab und zu noch Bekanntschaft mit mürrischen, unfreundlichen Personen gemacht, die in uns nur die „reichen“ Deutschen gesehen haben. Zum Glück war das die Ausnahme.

Wetter/Klima:Wir waren im August da, was ich mit Kind nicht noch einmal machen würde. Es ist einfach zu heiß (37 Grad) und den Kindern (und Erwachsenen;) ) macht das Wetter tatsächlich zu schaffen. Zudem verlegt man viele Aktivitäten auf den späten Nachmittag, weshalb der größte Teil des Tages nicht richtig genutzt werden kann.

Allgemeines: Für die Strandbesuche benötigt man auf jeden Fall Badeschuhe, da die Strände entweder aus Kies oder großen Steinen bestehen, Sandstrände gibt es bis auf die Schlammbucht nicht. Die Kosten vor Ort sind ähnlich wie in Deutschland, nicht teurer und nicht günstiger.

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