Roadtrip Südstaaten / Miami – Atlantikküste und Abreise

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Roadtrip Südstaaten / Miami – Atlantikküste und Abreise

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Der historische Charme von St. Augustine

Wir hatten festgestellt, dass es entspannter ist, eine lange Tour am Stück zu machen, um dann mindestens für zwei Nächte an einem Ort zu bleiben. Deshalb fuhren wir von Miami direkt nach St. Augustine. Dort angekommen packten wir Mattis erstmal in den Kinderwagen und gingen direkt an den Strand. Da wir nun direkt am Atlantik waren, wehte ein ordentlicher Wind, der ziemlich hohe Wellen produzierte. Auf der Pier mussten wir den Kinderwagen mitsamt Mattis gut festhalten, es hatte was vom Syltfeeling im Herbst – nur wärmer.

Um die historische Altstadt anzuschauen, buchten wir uns eine Trolleytour (Sightseeing), die einen kostenlos beim Campingplatz abholte. Der Campingplatz lag zwar fußläufig zum Strand, war aber noch 6km von der Innenstadt entfernt (dieses Problem hatten wir öfter). Wir nutzen den Trolley dann tatsächlich auch nur, um in die Stadt zu fahren, weil wir feststellten, dass man alle Höhepunkte auch zu Fuß erledigen kann. Wir würden diese Tour auch nicht empfehlen. Zudem ist die Tour durch den hohen Preis (25 Dollar/Person) und die engen Sitzplätze nicht zu empfehlen (der Kinderwagen musste komplett auseinandergebaut werden). Die Altstadt selbst war sehr nett, auch wenn es etwas gekünstelt wirkte. Nach einer sehr leckeren Pizza fuhren wir mit Mattis noch auf die Alligatorfarm, weil wir in der freien Natur ja nicht so viele zu Gesicht bekommen haben. Tatsächlich haben wir wirklich viele Alligatoren gesehen, sogar Albinos. Mattis hat die Tiere nicht so sehr wahrgenommen, was natürlich daran gelegen haben könnte, dass sie sich größtenteils nicht bewegt haben. Da war der Spielplatz wesentlich interessanter. Inzwischen war Mattis schon so mobil, dass wir immer Plätze gesucht haben, wo er sich ausreichend bewegen konnte.

 

Einfach mal nur relaxen

Unser nächster Aufenthalt richtete sich tatsächlich einfach nach dem Campingplatz. Wir wollten relaxen und die Sonne genießen, bevor es wieder kälter wurde. Der Platz in Jacksonville gehört zu einem der besten der USA, direkt an einem See mit kleinem Strand. Entspannen konnte man auch in dem kleinen Café oder dem beheizten Pool. Wir machten wirklich nicht viel – baden, relaxen, austoben (vor allem Mattis).

 

Savannah – eine der schönsten Städte der USA

Nicht weit von Jacksonville liegt Savannah. Geplant war, dass wir eine Nacht dort verbringen und dann weiter Richtung Atlanta fahren. Da der Campingplatz aber nicht fußläufig zur Innenstadt lag und es wieder nur mit einer Trolleytour für 30 Dollar pro Person möglich war diese zu erreichen, entschieden wir uns für einen Tagesbesuch (zum Glück gab es einen großen Parkplatz für unser Wohnmobil). Nach 2,5 Stunden waren wir durch die Altstadt gebummelt, hatten lecker zu Mittag gegessen und der Meinung, dass wir alles gesehen haben. Savannah ist im Vergleich zu St. Augustine moderner, hat aber viele schöne alte Häuser, weshalb die Stadt nicht so künstlich aussieht. Mattis saß wie bei den meisten Touren in seinem Kinderwagen und beobachtete sein Umfeld. Auch ohne ihn wären wir wahrscheinlich nicht viel länger in Savannah geblieben, da wir nicht die Museumsgänger sind, wovon es in der Stadt viele gibt.

 

Dem Urlaubsende entgegenfahren

Da wir uns Savannah angesehen hatten, fanden wir keinen Grund weshalb wir auch dort übernachten sollten. Wir beschlossen so lange zu fahren, wie Mattis es aushielt. Als Ziel hatten wir einen sehr gut bewerteten Campingplatz im High Falls State Park, wo wir zwei Nächte bleiben wollten, um noch einmal die Natur zu genießen. Tatsächlich schafften wir es vor Einbruch der Dunkelheit dort anzukommen (Mattis hatte durchgehalten) und wurden mal wieder enttäuscht. Der Platz war wie ausgestorben, mitten in der Wildnis und hatte noch nicht einmal ein Abflussrohr für das Abwasser. Dies benötigten wir aber, weil wir das Wohnmobil komplett leer abgeben mussten (Benzin und Gas natürlich voll). Unsere Entscheidung doch nur für eine Nacht zu bleiben, wurde durch den Regen bekräftigt, weshalb wir am nächsten Tag keine Wasserfälle anschauten, sondern weiterfuhren. Die letzte Nacht verbrachten wir im Jelly Bear Park, der im Sommer eine Anlaufstätte für Kinder und Jugendliche ist. Aber im Vergleich zur Golfküste und Florida war hier komplette Nebensaison und wir so ziemlich die einzigen auf dem Campingplatz. Da es uns jedoch nur ums Übernachten, Vorbereiten und Packen ging, war es uns egal. Auch hier regnete es und wir konnten uns schon einmal auf das Wetter in Deutschland einstimmen.

Am nächsten Tag gaben wir ein sauberes Wohnmobil bei der Station in Atlanta ab und holten unseren Mietwagen, mit dem wir nach Charlotte zum Flughafen fahren wollten.

 

Zum Abschluss in der Finanzmetropole Charlotte

Die beiden letzten Nächte verbrachten wir in einem Hotel in Charlotte. Wir hätten zum Abschluss gerne etwas Luxus gehabt und wollten ein tolles Hotel buchen, doch entweder waren die ausgebucht oder viel zu teuer. So blieb uns nur ein Aparthotel mit Küche, was aber tatsächlich ganz gut war. Im Hotel merkten wir auch, warum die Preise so hoch waren – es fand ein Endspiel im Collegefootball in der Stadt statt. Und wenn es um Football geht, sind die Amis echt verrückt.

Wir genossen die beiden Tage in der schönen Stadt und freuten uns aber auch auf zu Hause.

Nach insgesamt 16 Stunden Flug- und Wartezeit, wovon Mattis tatsächlich ziemlich viel geschlafen hat, waren wir wieder im eigenen Heim.

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