Oktoberfest mit Kind

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Oktoberfest mit Kind

01.10. – 03.10.2017

Muss man mit Kind aufs Oktoberfest?

Diese Frage habe ich mir ganz lange gestellt. Wir waren die letzten vier Jahre immer auf dem Oktoberfest, hatten zuletzt immer einen Tisch im Hofbräuzelt. Da wir dieses Mal einen Tisch im Käferzelt ergattern konnten (wesentlich niveauvoller als das Hofbräu), fing ich an zu recherchieren. Aber Erfahrungen gab es kaum. Die einzigen Informationen, die ich erhielt, waren die Sicherheitsvorkehrungen für das Festgelände (Kinderwagen dürfen nur tagsüber und nur an Werktagen auf das Festgelände, die Taschen dürfen max. DIN A4 groß sein). Also beschlossen wir mit Mattis das Abenteuer Oktoberfest zu wagen, zudem unsere Tischreservierung von 11.30-15.30 Uhr war.

Ich bestellte ein niedliches Lederhosenoutfit (das musste einfach sein) und mir eine Handtasche in max. DIN A4, die ich als Wickeltasche nutzen konnte.  Zusätzlich kauften wir Kopfhörer für Mattis um seine kleinen Ohren vor der Lautstärke zu schützen (wir sind mit den 3M Peltor Kid Kapselgehörschützern sehr zufrieden).

 

Mit Ergobaby und Kopfhörern aufs Oktoberfest

Mattis kam ins Ergobaby und wir machten uns auf den Weg aufs Oktoberfest. Mir war tatsächlich immer noch etwas mulmig zumute, ob die Menschenmassen und die laute Musik nicht doch etwas zu viel für ein fünf Monate alten Jungen sind. Ich wollte schauen wie es klappt und dann notfalls früher als die anderen wieder zum Hotel zurückgehen. Durch unsere frühe Tischzeit war es noch nicht zu voll (Das Oktoberfest öffnet erst um 10 Uhr.) und Mattis fand die ganzen Leute eher spannend als beängstigend. Im Käfer hatten wir einen Ecktisch am Fenster, so dass wir auch nicht mitten im Trubel waren. Auch die Musik war zu Beginn auf Zimmerlautstärke und dadurch nicht zu laut für Mattis. Problematisch wurde es als ich ihn stillen wollte. Hatte ich doch irgendwo gelesen, dass ein Dirndl ein perfektes Stillkleid sei – vielleicht nur für diejenigen, die so etwas mehr als einmal im Jahr tragen. Ich bin mit Mattis dann auf die Toilette verschwunden (ein großer Vorteil des Käferzelts – saubere Toilette), um Ruhe beim Stillen zu haben. Leider Fehlanzeige. Das Kind war aufgrund der vielen Eindrücke zu abgelenkt und aufgeregt. Dann gab es halt nur etwas Getreide-Obst-Brei (zum Glück hatten wir die Beikost schon eingeführt). Zum Schlafen steckte ich ihn wieder ins Ergobaby, lief ein bisschen in der Gegend herum und konnte dann mit einem schlafenden Kind wieder mit den anderen am Tisch sitzen – und essen und trinken! Die Kopfhörer kamen nur zwei-, dreimal zum Einsatz. Aber damit war er der kleine Held im Zelt. Zum Ende hin wurde es etwas schwieriger, da der Platz am Tisch schon begrenzt war und Mattis sich natürlich bewegen wollte. Nach dem Käferzelt gingen wir noch auf die Oide Wiesn, wobei ich mich mit Mattis nach kurzer Zeit verabschiedete, da er Stillhunger hatte und müde wurde – aber nach sechs Stunden Wiesn war das auch kein Problem.

 

Wiesn mit Baby empfehlenswert – ja oder nein?

Die großen Zelte wie das Hofbräuzelt o.ä. würde ich auf keinen Fall empfehlen. Zu viele Leute, zu laut und meistens auch mehr Betrunkene. Im Käferzelt war es wirklich nett. Jedoch muss ich sagen, dass das Stillen echt eine Qual war, was nicht nur am Dirndl lag, sondern auch an den Reizen, die Mattis ablenkten. Zudem ist Mattis ein relativ entspanntes Kind und trotzdem war es ihm am Ende zu viel. Ich glaube ich würde es nicht nochmal machen, nicht weil es dem Kind geschadet haben könnte, sondern, weil ich es als Mutter nicht so genießen konnte.

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